 |  | | | GVN-VERBANDSINFORMATION 37-2/2025 vom 11.09.2025
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| | | Sehr geehrte Damen und Herren,
die aktuelle Ausgabe enthält wichtige Informationen und Neuigkeiten für unsere Mitgliedsbetriebe aus Spedition und Logistik sowie Möbelspedition. Freundliche Grüße Ihre Fachvereinigungen Spedition und Logistik / Möbelspedition im Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) e.V.
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| | | | | | Erste Tarifrunde GVN + ver.di am 10.09.2025 | | Am gestrigen Mittwoch ist die erste Tarifrunde in Niedersachsen zwischen GVN und ver.di ohne Ergebnis geblieben. Zur Erinnerung: Die Forderungen der Gewerkschaft lauten:
- Anhebung der Löhne und Gehälter um monatlich 280 € ab dem 01.10.2025
- Anhebung der Auszubildendenvergütungen um 100 € ab dem 01.10.2025
- Die Laufzeit des Tarifvertrages soll 12 Monate betragen, bis zum 30.09.2026.
ver.di hat die erste Runde im Wesentlichen dazu genutzt, die gestiegenen Lebenshaltungskosten ihrer Mitglieder darzustellen. Dagegen haben wir die sehr angespannte wirtschaftliche Wirklichkeit in den Betrieben beschrieben, die gekennzeichnet ist von Personalabbau bis hin zu Frachtkürzungen. Da die o.g. Forderungen der Gewerkschaft von 280 € bei 12 Monaten Laufzeit, von uns als nicht verhandlungsfähig zurückgewiesen wurden haben wir ein Angebot von
- 2,5% vom 01.10.2025 bis 30.09.2026
- 2,5% vom 01.10.2026 bis 31.01.2028
unterbreitet. Im Ergebnis lagen die Erwartungen der beiden Seiten aber noch so weit auseinander, dass wir uns auf eine Fortsetzung am 08.10.2025 verständigt haben.
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| | | | | | INTERNATIONALER VERKEHR, LUFT- UND SEEHAFEN | | | | |
| | | | Frankreich: Nationale Proteste und Verkehrsblockaden am 18. September 2025 | | Nach den gestrigen Protesten in Frankreich sind für Donnerstag, 18.09.2025 weitere Proteste geplant, die das öffentliche Leben lahmlegen sollen. Auswirkungen auf Verkehr und Logistik • Bahn: TER, Intercités und regionale Züge in Île-de-France fahren eingeschränkt, TGV Inoui, Ouigo und internationale Schnellzüge überwiegend planmäßig. • Straßenverkehr: Besonders betroffen sind Ringstraßen, Zufahrten zu Logistik-Plattformen (Carrefour, Amazon), Mautstellen und Kreuzungen. • Einzelhandel: Große Handelsunternehmen (z. B. Carrefour, Kiabi, Primark) zählen zu den Zielen von Streikaktionen. Weitere Informationsquellen • Aktuelle Verkehrslage: Bison Fûté • Lokale Updates und Warnungen (französisch): FNTR • Übersichtskarte geplanter Aktionen: https://cartedesagbfc. gogocarto. fr/ Hintergrund und Organisation Die Bewegung „Bloquons Tout“ entstand als Reaktion auf das Haushalts- und Sparprogramm des früheren Premierministers François Bayrou, das u. a. die Streichung von Feiertagen, das Einfrieren von Renten sowie Einsparungen im Gesundheitswesen vorsah. Nach dem Rücktritt Bayrous am 8. September bleibt die politische Situation angespannt; die Protestaktionen richten sich nun auch gegen Präsident Macron und dessen Kurs. Wegen der dezentralen Organisation über soziale Medien wie TikTok und Telegram, ohne festes Führungspersonal, ist die Lage dynamisch und schwer einzugrenzen. Die Behörden rechnen landesweit mit rund 80.000 eingesetzten Polizeikräften und Hunderten von Aktionen („Bis zu 100.000 Beteiligte“). Die Gewerkschaften CGT und SUD haben sich der Bewegung angeschlossen. Soweit uns neue Informationen vorliegen, geben wir diese umgehend an Sie weiter. Quellen: AFTRI, FNTR
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| | | Belarus/Polen: Grenzschließung wegen Manöver „Sapad-2025“ | | Seit dem 9. September 2025 hat Polen seine Grenzübergänge für Straßen- und Schienenverkehr zu Belarus vorübergehend geschlossen. Dies ist eine vorbeugende Maßnahme als Reaktion auf eine Militärübung, die am 12. September 2025 in der Nähe der polnisch-weißrussischen Grenze beginnt. Hintergrund des Manövers Das Manöver „Sapad-2025“ findet vom 12. bis 16. September 2025 auf belarussischem und russischem Gebiet statt und simuliert Szenarien, die auch einen Angriff auf NATO-Gebiet und die Besetzung der Suwałki-Lücke einschließen. Die Übungen werden als aggressive militärische Machtdemonstration gewertet, unter anderem auch mit der Einsatzprobe atomwaffenfähiger Raketen. Polen und Litauen reagieren mit eigenen Großmanövern und massiven Grenzsicherungsmaßnahmen. Auswirkungen auf den Straßengüterverkehr Der Personen- und Warenverkehr ist dadurch auf beiden Seiten gestoppt – das betrifft sämtliche LKW-Transporte und die Logistikketten zwischen EU und Belarus (auch Schiene). Bis dato waren im Güterverkehr noch wenige Übergänge geöffnet, diese werden jetzt komplett gesperrt – mit nachhaltigen Folgen für Lieferketten, Exporte und die Ersatzteilversorgung. Die Grenzschließung gilt auf unbestimmte Zeit; eine kurzfristige Lockerung ist unwahrscheinlich. Einschätzungen und Handlungen Die Sicherheitsteams und das Militär beiderseits der Grenze sind in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, auch um Provokationen oder Grenzvorfälle zu verhindern. Betroffene Unternehmen müssen sich darauf einstellen, Ausweichrouten über andere EU-Außengrenzen zu planen und mit Lieferverzögerungen, Zollproblemen und erhöhten Kosten zu rechnen. Informationen auf Polnisch hier: https://zmpd. pl/aktualnosc. php?akt_id=2641 Quellen: ZMPD, DSLV
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| | | | | Vorsitzender der Fachvereinigung: Mathias Krage (Spedition und Logistik) Maren Urban (Möbelspedition) Inhaltlich verantwortlich: Stephanie Niemann, Bereichsleiterin Sitz des Vereins: Hannover Eingetragen beim Amtsgericht Hannover: Reg.nr.: VR 2685 USt-IdNr. DE115704831 | | Gesamtverband Verkehrsgewerbe Niedersachsen (GVN) e. V. Lister Kirchweg 95 30177 Hannover Tel.: +49 (0)511 9626 260 Fax: +49 (0)511 9626 269 » Kontakt » Webseite | |
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